In der Oderstraße 194 in Berlin-Neukölln entsteht ein modernes Wohnensemble, das zeitgemäßen Komfort mit einem konsequent nachhaltigen Gebäudekonzept verbindet. Das Projekt umfasst ein sechsgeschossiges Wohnhaus mit zurückgesetztem Staffelgeschoss, ein separates zweigeschossiges Atelierhaus sowie eine Tiefgarage mit separaten Zufahrten für Fahrräder und Kraftfahrzeuge. Insgesamt entstehen 142 Wohnungen mit 1 bis 4 Zimmern, unterschiedlichen Größen und Grundrisskonzepten auf rund 8.432 m² Mietfläche. Das Atelierhaus ergänzt das Wohnangebot um gemeinschaftlich nutzbare Bereiche: Im Erdgeschoss ist eine großzügige Küche mit Tisch und TV-Bereich vorgesehen, im Obergeschoss eine Gästewohnung.
Großzügig gestaltete Eingangsbereiche, zwei Aufzüge und barrierefreie Erschließungswege sorgen für Komfort im Alltag. Alle Wohnungen sind barrierefrei geplant, ausgenommen die Maisonettewohnungen; zusätzlich entstehen zwei behindertengerechte Wohnungen. Der begrünte Innenhof schafft geschützte Aufenthalts- und Spielflächen, während private Gärten ausgewählter Erdgeschosswohnungen zusätzliche Rückzugsorte bieten. Über allem entsteht eine rund 190 m² große gemeinschaftliche Dachterrasse mit bepflanzten Aufenthaltsbereichen und Raum für Begegnung, Erholung und Aktivität.
Das Wohn- und Ateliergebäude wird als besonders energieeffizientes und nachhaltiges Neubauprojekt realisiert. Das Wohngebäude soll den Förderstandard „Klimafreundliches Wohngebäude mit QNG Plus (KFWG-Q)“ der Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG) einhalten. Dazu gehören der KfW-Energieeffizienzstandard „Effizienzhaus 40 (EH 40)“ und die Anforderungen des „Qualitätssiegels Nachhaltiges Gebäude (QNG Plus)“; zudem wird eine Zertifizierung mit dem „Qualitätssiegel Nachhaltiger Wohnungsbau (NaWoh)“ angestrebt. Durch den Effizienzhaus-40-Standard werden die gesetzlichen Anforderungen an den Energieverbrauch deutlich unterschritten. Die konsequent fossilfreie Energieversorgung ist auf langfristig niedrige Heizkosten und eine sehr gute CO₂-Bilanz bei Errichtung und Betrieb ausgerichtet. Die Nachhaltigkeitsstandards berücksichtigen darüber hinaus ökologische, gesundheitliche und soziale Aspekte sowie eine umfassende Dokumentation und Qualitätssicherung. Für BREEAM liegt eine Vorzertifizierung durch den TÜV Süd mit dem Prädikat „Excellent“ vor. Weiterhin soll das Objekt eine DGNB-Zertifizierung erhalten und damit zu den ersten Wohngebäuden in Deutschland gehören, die dieses international anerkannte Nachhaltigkeitszertifikat erlangen. Ergänzend wurde das Mobilitätskonzept mit dem Good Mobility Standard in Gold vorzertifiziert. Wärmepumpentechnik, Photovoltaik, begrünte Retentionsdächer, Fassadenbegrünung und ein Regenwasserkonzept, bei dem Niederschläge auf dem Grundstück zurückgehalten und versickert werden, ergänzen das nachhaltige Gesamtkonzept. Auch die Bauweise folgt diesem Anspruch: Serielles Bauen mit Fertigteilwänden und Fertigbädern sowie der Einsatz emissionsarmer Baustoffe verbinden eine effiziente Bauausführung mit hohen Anforderungen an Qualität und Nachhaltigkeit.
Zwischen Kiez und Tempelhofer Feld.
Die Oderstraße liegt in Berlin-Neukölln – und in unmittelbarer Nähe zu einem der außergewöhnlichsten Freiräume der Hauptstadt. Nördlich des Projekts erstreckt sich das Tempelhofer Feld auf dem Gelände des ehemaligen Flughafens und schafft einen weitläufigen städtischen Außenraum mit hohem Freizeitwert. Die weitere Umgebung ist von Wohnbebauung, zahlreichen Grünflächen sowie gewerblich genutzten Bereichen entlang des S-Bahngrabens geprägt.
Das Grundstück selbst wird als eigenständiges Wohnensemble gestaltet. Vorgartenzonen entlang der Oderstraße, ein begrünter Innenhof sowie befestigte und begrünte Wege strukturieren die Freianlagen. Rund 180 m² geschützte und barrierefrei erreichbare Kinderspielflächen bieten Platz für unterschiedliche Altersgruppen. Bestehende Vegetation entlang der südlichen Grundstücksgrenze bleibt weitgehend erhalten und bildet einen natürlichen Sicht- und Lärmschutz zur angrenzenden Bahntrasse.
Auch die Anbindung ist vielseitig: Laut Projektunterlagen befinden sich Verbindungen über die S-Bahn-Linien S41, S42, S45, S46 und S47, die U-Bahn-Linie U8 sowie die Buslinie 246 im Umfeld. Damit ist das Projekt sowohl innerhalb Neuköllns als auch mit weiteren Teilen Berlins gut vernetzt.
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